Broschüre der GEW: Für eine Pädagogik der Vielfalt

In der GEW-Broschüre "Für eine Pädagogik der Vielfalt" geht es  um die Wertschätzung von Lebensentwürfen auch jenseits der zweigeschlechtlichen Norm und um die Repräsentation von Vielfalt in Unterrichtsmaterialien. Sie soll außerdem Argumente gegen ultrakonservative, neu-rechte und christlich-fundamentalistische Behauptungen liefern.

Hier kann die Broschüre heruntergeladen werden.

ElternStärken – Fortbildungsangebote 2016

Aktuell sind Fachkräfte intensiv damit beschäftigt, geflüchtete Kinder und Jugendliche
in den Kita- und Schulalltag zu integrieren. Gleichzeitig müssen sie sich mit Eltern
auseinandersetzen, die Vorurteile gegen Geflüchtete zum Ausdruck bringen.
In Sozialen Netzwerken oder WhatsApp-Gruppen fühlen sich Eltern in ihrer
Abwehrhaltung nicht selten bestätigt. Viele Fachkräfte wünschen sich mehr Orientierung
und Handwerkszeug, um hier mit Eltern ins Gespräch zu kommen:
Was bewegt diese Eltern? Welche Interventionen zur Verhinderung einer Normalisierung
diskriminierender Einstellungen stehen Fachkräften zur Verfügung? Wie spricht man mit
Eltern über ihre Vorurteile? Wie lässt sich eine Gruppensitzung zum Thema „Werte“
in der Erziehung ihrer Kinder gestalten?
Das Projekt „ElternStärken“ bietet zu diesen Themen Fortbildungen und Fachgespräche
für Berufsgruppen an, die in unterschiedlichen Settings mit Eltern arbeiten. Ziel ist es,
über Haltung und über Handlungsoptionen im Rahmen des eigenen Auftrags zu reflektieren
und mehr Sicherheit in der unmittelbaren Interaktion mit Eltern herzustellen.

Sie können sich ab sofort per e-mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! für die folgenden Seminare anmelden:

26. September 2016
10.00 – 16.00 Uhr
„Geflüchtete essen Schwäne aus dem Teich“
– Woher kommen solche Postings im Internet, die Gerüchte über Geflüchtete verbreiten?
– Was machen Rechtsextreme und Rechtspopulist_innen in Sozialen  Netzwerken, wo
schwappen die Parolen in die Mehrheitsgesellschaft, und was können Fachkräfte
konkret dagegen tun?
Referentin: Simone Rafael,  Amadeu Antonio Stiftung
Ort: Amadeu Antonio Stiftung, Novalisstrasse 12, 10115 Berlin

6. Oktober 2016
10.00 – 16.00 Uhr
Argumentationstraining zum Thema „Geflüchtete“
Fachkräfte aus Jugendhilfe, Kita und Tagesbetreuung werden unterstützt, sicher und
angemessen auf Vorurteile und diskriminierende Äußerungen gegen geflüchtete Menschen.
In Kooperation mit der Fach- und Netzwerkstelle [moskito].
Referentin: Eva Prausner, N.N.
Ort: Nachbarschaftshaus, Fehrbelliner Strasse 92, 10119 Berlin

10. Oktober 2016
9.30 – 17.00 Uhr
Alltagsrassismus und rechtsextrem orientierte Eltern in Kitas
– Einführung ins Themenfeld
– Pädagogische Grundlagen
– Intervention und Elterngespräche
– Wenn Kinder Kinder diskriminieren
– Fallbesprechungen
Referentin: Eva Prausner, N.N.
Ort: SFBB, Jagdschloß Glienicke, Königstrasse 36 b, 14109 Berlin-Wannsee
(S-Wannsee, Bus 316 bis Haltestelle: Schloß Glienicke)

15. November 2016
10.00 – 16.00 Uhr
Politische Bildungsarbeit mit Eltern – ein Ansatz für Kita, Jugend- und Familienhilfe
Fachkräfte wünschen sich oft Handlungsmöglichkeiten, die über die unmittelbare Intervention
hinausgehen. Politische Bildungsarbeit kann tiefer greifen.
– Aber wann und wie passt das zum Auftrag und in den jeweiligen Kontext
– Vorstellung eines Ansatzes und Methoden der politischen Bildung für die Arbeit mit Eltern
Referentin: Irene Beyer, Politikwissenschaftlerin, Bildungsarbeiterin
Ort: Landeszentrale für politische Bildung im Amerika Haus, Hardenbergstrasse 22, 10623 Berlin

29. November 2016
10.00 – 16.00 Uhr
Diskriminierungen und rechtsextrem orientierte Eltern in Kita und Tagesbetreuung (Hort)
– Alltagsrassismus und neue rechtspopulistische Entwicklungen
– Interventionen und Elterngespräche
– Wenn Kinder Kinder diskriminieren
– Fallbesprechungen
Referentinnen: Sabine Hammer, Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR);
Eva Prausner, ElternStärken
Ort: Landeszentrale für politische Bildung im Amerika Haus, Hardenbergstrasse 22-24, 10623 Berlin

Rechter Hetze im Netz entgegentreten

Die Amadeu Antonio Stiftung hat Handlungsempfehlungen zusammengestellt, wie rechter Hetze im Netz begegnet werden kann: "Rassistische Hetze gegen Flüchtlinge ist in den Sozialen Netzwerken an der Tagesordnung. Es gilt also der Hetze im Internet entgegenzutreten. Nur wie? Diese Handreichung gibt einen Überblick, was konkret getan werden kann, wenn im Internet wieder jemand rassistisch hetzt."

Die Broschüre kann hier herungergeladen werden.

Erste Demokratiekonferenz 2016

Im April hat die erste Demokratiekonferenz 2016 gemeinsam mit dem Vorbereitungskreis der U-18-Wahlen erfolgreich stattgefunden. Nach einer Begrüßung von Jugendstadträtin Dr. Obermeyer gab es eine Einführung von Diana Föls, die die U18-Wahlen auf Landesebene koordiniert.

Neben der Vorbereitung auf die U18-Wahlen gab es einen fachlichen Austausch zum Umgang mit den Inhalten und Strategien von rechtspopulistischen Gruppierungen. Dabei standen Fragen, die sich in der Offenen Jugendarbeit zu den wählbaren Parteien stellen, im Fokus. Im Hinblick auf die Vorbereitung der Wahlen wurden alle Anwesenden zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus ermutigt, um menschenrechtsorientierte Haltungen zu stärken, damit Jugendliche rechten und menschenfeindlichen Argumentationen eigene Positionen entgegensetzen können.

Auswertung der Berliner Register für das Jahr 2015

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Im Jahr 2015 dokumentierten ReachOut, die Beratungsstelle für Opfer rassistischer und
rechter Gewalt und die Register in den Bezirken Angriffe und Vorfälle, die einen rassistischen,
antisemitischen, homophoben oder diskriminierenden Hintergrund hatten. Unter Vorfällen,
die in den Registern dokumentiert werden, sind neben Gewalttaten auch Propagandaaktivitäten,
wie Aufkleber, Plakate oder Sprühereien, Veranstaltungen und Beleidigungen gefasst, die
einmal jährlich qualitativ ausgewertet werden. Im Gegensatz zu den Statistiken der Ermittlungsbehörden,
werden auch Vorfälle aufgenommen, die nicht angezeigt werden. Dadurch werden in den einzelnen
Bezirken Aktionsschwerpunkte von Neonazis und alltägliche Formen von Diskriminierung
sichtbar, die in den behördlichen Statistiken nicht unbedingt widergespiegelt werden.

Insgesamt erfasst ReachOut 320 Angriffe für das Jahr 2015 (2014: 179). Dabei werden
mindestens 412 (2014: 266) Menschen verletzt, gejagt und massiv bedroht. Darunter
sind 42 Kinder. Rassismus steigt an und ist mit 175 Taten das häufigste Motiv (2014: 100).
Politische Gegner_innen werden 59 Mal (2014: 31) attackiert. Die antisemitisch motivierten
Taten steigen von 18 auf 25 Angriffe an. Der größte Teil der Angriffe findet in aller Öffentlichkeit
statt: 120 Angriffe (2014: 107) werden auf Straßen und Plätzen verübt. An Haltestellen,
Bahnhöfen und in öffentlichen Verkehrsmitteln geschehen 65 Gewalttaten
und Bedrohungen (2014: 37). […]

Gemeinsame Pressemitteilung der Berliner Register und der Opferberatungsstelle ReachOut >>>

Für das Jahr 2015 wurden in Lichtenberg 234 Vorfälle gezählt. Damit haben sich die Zahlen
im Vergleich zum Vorjahr (2014: 105) mehr als verdoppelt. Der enorme Anstieg ist vor allem
auf die Mobilisierungen gegen Flüchtlinge und ihre Unterbringungen zurückzuführen.
Rassismus war mit 155 der Vorfälle das vorherrschende Motiv in diesem Jahr. Vor allem
bei den Kategorien Veranstaltungen (2015: 49, 2014:13), bei Propaganda (2015: 127, 2014: 65)
und Bedrohungen (2015: 13, 2014: 2) gab es starke Anstiege. Die Zahl der Angriffe (2015: 23, 2014: 11) ist
weiterhin konstant hoch. Jeden Monat geschehen somit durchschnittlich fast zwei Angriffe. […]

Download der Auswertung für Lichtenberg >>>